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Die schnelle Ladezeit einer Webseite ist ein Rankingfaktor bei Google. Diese Pagespeed Tools helfen. Warum ist die Ladezeit Optimierung nicht nur für Google, sondern auch für den User wichtig?

Pagespeed Tools zum Testen und Auswerten der Ladezeiten

Pagespeed Insights von Google https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/ Das Tool zum Messen der Webseiten Geschwindigkeit von Google – mit Tipps zur Performance Optimierung

Pingdom Website Speed Test http://tools.pingdom.com/fpt/ Wo wird die Ladezeit gedrosselt? HTML, Javascript, CSS file, Image, Plaintext, oder andere wie z.B. Flash Files, Abfragen…

GTmetrix https://gtmetrix.com/ Ladezeiten testen mit anschaulicher grafischer Oberfläche – Balken zeigen an, wo man etwas tun müsste

Webpagetest http://www.webpagetest.org/ Zeigt sehr ausführlich an welchen Stellen man die Ladezeit Performance optimieren kann


Pagespeed Tools - Links und Tipps

Ist ein Pagespeed von 100 möglich und nötig

Zuersteinmal, ja ich staunte auch nicht schlecht, aber als ich die Seite eines deutschen Blogbetreibers und Theme-Entwickler zum Spaß in Google Pagespeed Insights anaylysiert habe, kamen tatsächelich 100% raus und das mit dem CMS WordPress. Es war FastWP.

Ich habe den Blog FastWP (fastwp.de – WordPress – Performance – Web Work) von Zockah Entertainment, David Keulert schon hin und wieder gelesen. Für alle die etwas über schnelle Websites erfahren möchten, wie man den Pagespeed optimiert, welche schnellen und schlanken Themes es gibt und vieles mehr rund um die WordPress-Optimierung sei dieser Blog ans Herz gelegt. Aus seiner Schmiede stammen auch die Minimal Themes: Jeder unnötige Ballast wurde rausgenommen, die Performance und klares Design sind hier wichtig.

Vergleich der Ladezeiten Optimierung von 10 Webseiten

Die Seiten wurden von mir ausgewählt, weil ich sie häufiger besuche und weil die Ergebnisse spannend und teilweise erstaunlich sind. Wie noch zu sehen sein wird, sollte man wissen, was man erreichen möchte.
 

Pagespeed Analyse von

WebsiteMobilDesktop
fastwp.de100 / 100100 / 100
google.de53 / 10092 / 100
seowebtipps.de69 / 10081 / 100
spiegel.de34 / 10045 / 100
heise.de34 / 10062 / 100
youtube.com/de55 / 10074 / 100
pagespeed.de79 / 10095 / 100
de.wikipedia.org87 / 10082 / 100
amazon.de63 / 10079 / 100
gtmetrix.com84 / 10094 / 100
In dieser Tabelle werden Pagespeed Werte von ausgewählten Websites dargestellt. Erhebung: 23.02.2016 mit Google PageSpeed Insights
 

Interpretation der Ladezeiten Tabelle für ausgewählte Webseiten

Zu fastwp.de kann man eigentlich nur sagen: „Schnelles WordPress“ – Versprechen gehalten – Der Domainname ist programm. Auch die Seite minimal-themes.com vom selben Autor ist sehr schnell. Schaut euch nur mal kurz den Quelltext der Seite, im vergleich zu eurer eigenen an. Das ist phänomenal. Auf meinem Bildschirm ist das nicht mal eine Bildschirmseite.

Die Ladezeiten von google.de sind im Desktop 92/100. Das ist zwar schon richtig gut, aber eigentlich erwarte ich von google selbst doch mehr. Auf der anderen Seite kann das für die echten Cracks auch Motivation sein schneller zu laden als derjenige, der die Regeln formuliert. Bei dem schlechten Mobil PageSpeed Wert bin ich überfragt.

Die Ladezeit von seowebtipps.de (81/100)ist O,K, aber noch ausbaufähig. Es läuft derzeit auch noch kein Cachingplugin. Auch sonst habe ich in dieser Hinsicht noch nichts getan. Da geht noch was.

Spiegel.de und PageSpeed sind wahrlich keine Freunde (45/100). Die Seite baut sich nicht nur laut den Messwerten sehr langsam auf. Auch die ganz realen Ladezeiten sind für ein Informations-Online-Schwergewicht sehr langsam. Wenn man Mobil surft, selbst über WLAN, baut sich die Seite nur langsam auf. Dafür dass man nur kurz wissen möchte, was es Neues in der Welt gibt, ist der PageSpeed nicht beeindruckend.

Ganz anderes präsentiert sich das Technik und Computer-Magazin heise.de. (62/100) Die Ladezeit-Optimierung ist dort offenbar auf einem sehr hohen praktischen Niveau. Die Messdaten sind nicht berauschend, aber gefühlt ist die Seite unglaublich schnell. Zu erst werden also die Teile geladen, die der User gleich und ohne Verzögerung haben möchte, erst dann kommt der Rest, der den PageSpeed nach unten drückt.

Youtube Pagespeed (74/100): Dafür dass die ganze Seite aus Filmen und Filmlinks und Bildern besteht ist das in technischer Hinsicht bestimmt eine tolle Leistung. Der Erfolg der Seite gibt dem Aufbau recht.

Pagespeed.de (95/100) und gtmetrix.com (94/100), das sind zwei Online Pagespeed Tools. Da wäre es wohl schon etwas peinlich, wenn die Werte, insbesonder im Desktop-Bereich nicht passen würden.

wikipedia.org. (82/100) Ist hier etwas Besonderes, weil sie Mobil (87/100) schneller lädt als Desktop basiert. Insgesamt auch richtig flott. Grafisch ist die Seite kein Highlight, aber darauf kommt es hier auch weniger an. Die Leser sind zufrieden mit dem Layout, die Info und die Quellenangaben sind das Wichtige.

Bei Amazon.de hätte ich vorher gedacht, dass die Seite schneller laden müsste, doch offenbar ist 79/100 auch gut genug, zumal amazon mit Sicherheit sehr genau weiß, welchen Teil sie zuerst laden müssen. Ich konnte mich bisher zumindest über die Ladezeiten im Shop nicht beschweren. In Anbetracht der unglaublichen Menge an Produktbildern und Texten in der Datenbank möcht ich bei diesem Shopsystem nicht für die Ladezeiten-Optimierung zuständig sein. Hut ab!

Das war meine Interpretation der Messungen zu den Website Geschwindigkeiten von kleinen und auch großen Playern. Die Großen Player wissen, dass sie Kunden verlieren, wenn sie zu langsam werden. Sie optimieren den Pagespeed auf die Weise, wie sie Leser und Kunden zufrieden stellen. Immer im Hinblick auf die Konkurrenz. Ich muss nicht weltweit den schnellsten Shop haben. Es genügt, einen Tick schneller zu sein als die Konkurrenz-Shops, bei sonst gleichem Mehrwert. Das ist die praktische Auslegung, immer in Abhängigkeit von den Google Rankingfaktoren und wieviel Traffic ich aus der organischen Suche ziehe.

Vieles ist natürlich eine Geschmacksfrage, aber wenn die Leser auf der anderen Seite sehr schnell zu ihrem Wunschartikel kommen, insbesondere auch im mobile-pagespeed, dann hat das natürlich positive Folgen: Die Besucher brechen nicht so schnell ab (geringere Bounce-Rate), es kommen mehr Besucher auf die Homepage und weil auch die Unterseiten schnell laden, bleiben sie länger auf der Webpräsenz. Diese Usersignale fallen beim Ranking positiv ins Gewicht.

Man kennt das doch von sich selbst auch, dass man schnell ungeduldig wird, wenn eine Seite nicht flott lädt, damit ist nicht mal ein Totalausfall gemeint. In Zeiten von High-Speed Internet will man alles ganz schnell haben. Wenn man schon ganze Filme über das Internet anschauen kann, dann sollte eine Homepage doch auch ein flüssiges Erlebnis sein. Allerdings ist man für tolle Bilder und außergewöhnliche Design-Leckerbisse hin un wieder bereit etwas zu warten – aber nicht für Standard-Dinge. Warten muss sich lohnen.

Einfache Ladezeit Optimierungen für WordPress, die etwas bringen

Bilder verkleinern und komprimieren

Auch heute noch gibt es Websites, die viel zu große Bilder einfügen. Ein Bild, das mit einer Digitalkamera geschossen wird hat gerne auch mehr als 1 MB. Das ist für ein Bild auf einer Website einfach viel zu groß. Wenn ihr die hohe Qualität in dieser Größe unbedingt zeigen wollt, dann ermöglicht ihr einen extra Download des Bildes. Ich selbst versuche unter 100 Kb zu bleiben, das höchste waren mal 250 Kb, was auch schon eine ganze Menge ist. Die Pagespeed Tools zeigen euch die Bilder an, und auch um wie viel Prozent ihr die Bild-Dateigröße verringern solltet (nehmt diese Wert bitte nur als Richtwert – es muss auch danach noch gut aussehen.

Bilder könnt ihr in zwei Wegen komprimieren:

  1. ändert die Pixelgröße – Ein Webbild muss nicht 4000px auf 3000px groß sein. In einem Blogbeitrag genügt es, wenn ein großes Bild 900px breit ist. Meist sind es eher 400px oder weniger, je nach Layout. Die Ausnahme ist immer das Hintergrundbild.
  2. ändert die Qualität in beispielsweise Photoshop oder Illustrator (safe for web) – 80% oder 60% sind häufig gut genug.
    bedenkt bei aller Komprimierung: die Images dürfen nicht pixelig sein. Wenn nötig lieber kleiner, dafür aber scharf. Meist ist jpg. die richtige Wahl.

Aus SEO-Sicht ist aber auch zu bedenken, dass größere Bilder besser ranken als zu kleine Bilder – Martin Mißfeldt macht auf seinem Blog tagseoblog häufig interessante Tests mit Bilder-SEO. Wie so oft, auch hier ist vieles eine Frage des Kompromisses.

Der Einsatz von Caching Plugins

Ich selbst nutze gerne das Plugin WP-Super-Cache. Es ist recht einfach zum laufen zu kriegen und der Blog oder die Website hat eine geringere Ladezeit. Im Prinzip wird die Seite als statische html-page gespeichert und so auch an den User ausgeliefert. Es finden nicht jedem Aufrauf die Datenbank- und sonstige Abfragen statt, das spart Zeit. Das kann einiges bringen. Gute Hinweise zu Caching-Plugins findet ihr z.B. hier:

Auf blogprojekt.de WP Super Cache – Mein Lieblings-Caching-Plugin
http://www.blogprojekt.de/2014/04/22/wordpress-plugins/wp-super-cache-mein-lieblings-caching-plugin/
Gute Anleitung welche Einstellungen bei dem Plugin tätigen kann – für Anfänger geeignet

search-one.de Übersicht über WordPress Plugins
https://www.search-one.de/die-besten-wordpress-plugins-fuer-seo-und-so/
Suche diese Überschrift: WP Super Cache oder W3 Total Cache oder hyper cache oder WP Rocket

FastWP: Cache Enabler: Das schnellste Caching Plugin für WordPress
http://fastwp.de/6604/
Der Autor von Fast Wp ist Performance Profi und entwickelt eigene sehr scnelle WP-Themes.

Plugins bremsen den Pagespeed aus

Generell gilt: So viele Plugins wie nötig und so wenige wie möglich!
Sehr spannend ist dabei das WP-Plugin P3 (Plugin Performance Profiler), es zeigt euch genau wie viel Ressourcen in der Ladezeit welches eurer Plugins verbraucht. Wenn man so will ist P3 ein sehr sehr fokussiertes WordPress Pagespeed Tool.

Manchmal, wenn man eine neues Plugin ausprobiert ist man doch sehr erstaunt. Es gibt wahrlich Ressourcenfresser oder besser Performancefresser. Da nützt dann alles nichts und man sollte sich eine Alternative zulegen, oder, sofern das problemlos geht, die nur sporadisch genutzten Plugins abschalten und erst dann wieder anschalten, wenn man sie braucht. Das betrifft allerdings nur die wenigsten WP-Erweiterungen. In so einem Fall, überlegt euch genau, ob ihr diese Feature wirklich braucht.

Plugins, aber auch Themes und Themefeatures wirken sich aus

Schlankheit ist auch nicht schlecht. Generell gilt – je mehr ein Theme kann, desto mehr muss sich der Coder, Programmierer anstrengen, dass die Performance nicht zu sehr leidet. Versucht über das Theme, das ihr euch ausgesucht habt etwas zu erfahren. Schön aussehen und tolle Möglichkeiten bieten, das alleine reicht eben nicht. Es sollte auch einigermaßen flott sein. Deswegen muss man aber noch lange nicht zum Minimalisten werden, es sei denn man will wirklich der Allerschnellste sein und man liebt diesen Designstil – aber der User muss ihn auch mögen.

Zusammenfassung

Pagespeed Tools helfen zu erkennen, wo Probleme bei der Website Performance zu finden sind. Sie geben Hinweise darauf was ihr tun könnt um die Ladezeit zu reduzieren. Es ist aber immer ein Kompromiss zwischen Design, Größe der Website, verwendetes CMS, Einsatz von Bildern und Videos, Googl Maps etc einerseits und Geschwindigkeit andererseits. Die Usability, Nutzbarkeit sollte immer im Fokus stehen. Schnell, aber ohne Inhalt hilft genauso wenig wie spannend aber langsam.